Montag, 6. März 2017

Amnistie - rumänisches Wort des Monats

Das Wörterbuch der rumänischen Sprache, dexonline - Dicționare ale limbii române, kürt monatlich einen Begriff zum "Wort des Monats" (cuvântul lunii). Zur Zeit ist "amnistie" das gekürte Wort, das der deutschen Bezeichnung Amnestie entspricht. Dexonline definiert "amnistie" als ein "Akt der Staatsmacht durch die die strafrechtliche Verantwortung für eine begangene Tat aufgehoben wird".

Dass das Wort zum Wort des Monats wurde, hat es sicher den großen Protestdemonstrationen der Bevölkerung gegen die Pläne der Regierung zur Reduzierung der Strafen für Korruptionsdelikte zu verdanken. Große Teile der Bevölkerung haben richtig erkannt, dass die Strafgesetzbuchänderung auf eine Amnestie für bereits begangene Delikte abzielte.

Freitag, 27. Januar 2017

Programul Prima Casă - soll Rumänen zu Wohneigentum verhelfen

"Programul Prima Casă" bedeutet übersetzt "Programm Erstes Haus". Es handelt sich um ein Programm der rumänischen Regierung, das den Wohnungsbau fördern soll. Dies erfolgt in der Form, dass der Staat Kreditgarantien für den Wohnungsbau übernimmt. Die Garantie erstreckt sich auf 50% der Baukosten und der zur Verfügung stehende Gesamtbetrag ist gedeckelt.



Samstag, 5. November 2016

Accident în lanţ - nicht selten auf Rumäniens Straßen

Ein "accident" ist ein Unfall und wenn er "in lanţ" passiert, dann ist das eine "Serienunfall" oder eine "Massenkarambolage". Gerade gestern passiert auf der "autostrada soarelor", "Autobahn der Sonne", zwischen Konstanza und Bukarest. Schuld war ein "șofer de camion", ein "Lastwagenfahrer". Bei dichtem Nebel (ceață) fuhr er mit überhöhter Geschwindigkeit (viteza excesivă). Die Folge: 3 Tote und 57 zum Teil Schwerverletzte.

Samstag, 20. August 2016

Taxă pe ruină - Nichtstun soll bestraft werden

Die rumänische hat 2015 eine "taxă pe ruină" eingeführt. Wörtlich handelt es sich um einen "Steuer auf Ruinen". Mit dieser Steuer werden Gebäudeeigentümer, die nicht für den Erhalt ihrer Objekte tun, mit einem um das 5-fache höheren Steuersatz bestraft.

Dienstag, 19. Januar 2016

Meditaţii - wichtig für den Erfolg in der Schule

"Meditaţii" sind Nachilfestunden. Sie dienen "für die Vertiefung des Schulstoffes", "pentru aprofundarea materiei de la şcoală". "Pentru" bedeutet "für" und "aprofundarea" "Vertiefung". "Materia de la şcoală" ist der Schulstoff. In Rumänien gibt es ein reichhaltiges Angebot an Nachhilfestunden. Viele Eltern und Schulen unterstellen den Nachhilfe gebenden Lehrern, dass das nicht ganz uneigennützig passiert. Lehrer geben schlechte Noten, damit die Schüler danach in die extra bezahlten Nachhilfestunden kommen. Insbesondere, wenn derselbe Lehrer auch Klassenlehrer ist.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

CNADNR - soll dafür sorgen, dass in Rumänien der Verkehr rollt

CNADNR ist die Abkürzung für "Compania Nationala de Autostrazi si Drumuri Nationale din Romania". Übersetzt nennt sich diese Behörde "Gesellschaft für Autobahnen und Nationalstraßen". "Autostrada", in der Mehrzahl "autostrazi" ist die Autobahn bzw. Autobahnen. "Drum" (Mehrzahl: drumuri) steht für Straße, ein schönes Wort wie ich finde. "Drum bun" heißt demzufolge auch "Gute Fahrt" und das steht oft an Ausfahtsschildern rumäninscher Ortschaften.
Hauptaufgaben der CNADNR ist die Entwicklung eines Autobahnnetzes, den Aufbau eines Netzes an "Express-Straßen" (drumuri expres) und die Entwicklung von Ortsumfahrten (variante ocolitoare) und Umgehungsstraßen (centuri) für größere Städte.

Sonntag, 15. November 2015

Cult musulman - gehört zu Rumänien

"Cult musulman" ist die "islamische Religion". In Rumänien gibt es seit alters her in der Dobrudscha eine türkische Minderheit islamischen Glaubens. Es gibt einen "Şeful Cultului Musulman din România" auf deutsch "Leiter der islamischen Religion von Rumänien. Er wird "mufti" genannt. Es gibt ein gesetzliche festgelegtes "Statutul Cultului Musulman", "Statut der islamischen Religion".

Muftiatul Cultului Musulman din Romania

Dienstag, 22. September 2015

Criza imigranților - beschäftigt auch Rumänien

In diesen Tagen ist sie in aller Munde, die "Flüchtlingskrise", die auf Rumänisch "Criza imigranților" genannt wird, wobei der der Begriff "imigranții" eher auf "Einwanderer" zutrifft. "Flüchtlinge" nennt man auch "refugiați", was dem Begriff "Flüchtling" näher steht. Nach Meinung der EU soll Rumänien auch an dem "sistem de cote obligatorii", dem "verbindlichen Quotensystem" zur Verteilung der Flüchtlinge teilnehmen.

Samstag, 4. April 2015

Iepuraş, cocoşel, puişor - die Sprache der Verliebten

Auf der Webseite von Realitatea TV befasst man sich heute mit den Kosenamen, die rumänische Paare unter sich austauschen und Realitatea TV kommt dabei zur Erkenntnis, dass auch bei rumänischen Paaren eine Neigung zur Verkleinerungsform und Abkürzung von Begriffen bei den Kosenamen beliebt ist. Sehr beliebte Kosenamen sind  "Iepuraş, cocoşel, puişor". "Iepuraş" ist das "Häschen" (ausgesprochen: Jepurasch), "cocoşel" ist das "Hähnchen" (ausgesprochen: Kokoschel) und "puişor" das "Hühnchen" (ausgesprochen: Puischor).


Montag, 23. Februar 2015

Timbrul cultural - damit die Schriftsteller nicht verhungern

"Timbrul cultural" bedeutet wörtlich übersetzt "Kultur-Briefmarke". Gemeint ist damit eine "Kultur-Abgabe", die zur Zeit im rumänischen Parlament mit einem Gesetzesvorhaben diskutiert wird. Danach soll jedes Buch mit einer Zusatzgebühr von einem Leu belegt werden, der dann den Autoren zugute kommen soll. Das Projekt ist heftig umstrtitten, viele meinen, eine solche Zwangsabgabe wäre mit einer Marktwirtschaft nicht vereinbar.