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Donnerstag, 4. Oktober 2018
Legea offshore - es geht um die Bodenschätze
Unter "legea offshore" versteht man "das Offshore-Gesetz", das vor kurzem Zeit vom rumänischen Parlament beschlossen wurde. Dabei geht es um die vor der rumänischen Küste im Schwarzen Meer gefundenen Bodenschätze, vor allem Gasvorkommen. Das Gesetz soll deren Ausbeutung regeln. Viele Rumänen kritisieren das Gesetz, weil es sowohl aus "finanzieller Perspektive" (perspectiva financiara) wie auch unter dem Gesichtspunkt der "nachhaltigen Entwicklung" (perspectiva dezvoltarii durabile) den Ansprüchen nicht genüge und erhebliche Nachteile für den rumänischen Staat mit sich bringen werde.
Mittwoch, 31. Juli 2013
CFR Marfă - wartet auf die Privatisierung
Die Abkürzung "CFR" steht für "Căile Ferate Române" und dies bedeutet wiederum "Rumänische Eisenbahn". Es ist die Abkürzung für die rumänische Staatsbahn. Der rumänische Staat ist dabei, seine Bahn aufzusplittern und in Einzelstücken zu "privatisieren", was man auf rumänisch "privatizare" nennt. "Marfă" steht für "Ware, Güter" deshalb ist unschwer zu erkennen, dass es bei "CFR Marfă" um die "Güterbahn" geht. Diese Sparte befindet sich zur Zeit im Privatisierungsverfahren und hat bereits für einigen Ärger gesorgt, weil sich der Ministerpräsident und der Staatspräsident über die Art und Weise der Privatisierung nicht einigen können.
Freitag, 5. Oktober 2012
Căldura la iarnă - das wird giga
Der Sommer neigt sich zu Ende und etwas ängstlich sieht gerade die Bevölkerung in Bukarest dem Winter entgegen. Die Sorge betrifft die "căldura la iarnă", die "Winterheizung". Große Teile Bukarest werden über Fernheizung versorgt. In kommunistischen Zeiten war das recht preiswert - wenn der große Diktator dem Volk aus Sparsamkeitsgründen nicht gerade das Warmwasser abdrehte -, aber jetzt muss man zahlen dafür. Die Kosten steigen regelmäßig. Deshalb ist es für Bukarester wichtig zu wissen, wieviel sie in diesem Winter pro "Gigacaloria" (Gigakalorie) bezahlen müssen. Die Heizleistung wird nämlich mit diesem Messwert abgerechnet. Die Gigakalorie soll nach Angaben des Oberbürgermeisters in diesem Winter 169,88 Lei (ca. 37 Euro) kosten, obwohl die Produktionskosten bei 328 Lei (72 Euro) liegen sollen. Die Differenz zahlt die Stadt als Subvention.
Sonntag, 8. Januar 2012
Băieţii deştepţi - verunsichern die rumänische Wirtschaft
Durch die rumänischen Medien geistert in letzter Zeit der Begriff "băieţii deştepţi". Besonders häufig taucht die Bezeichnung bei schrägen Geschäften mit Energie auf. Wörtlich übersetzt heißt das "aufgeweckte Jungs". Die aufgeweckten Jungs sind spezialisiert darauf, den Staat sprich Steuerzahler, auszunehmen. So gelingt es ihnen z.B. mit Scheinfirmen billigen Strom vom Staatsfirmen zu kaufen, den sie dann teuer weiter verkaufen. Ähnliche Geschäfte laufen im Straßenbau und im Gesundheitswesen. Sie haben willige Helfer in den Behörden. Es handelt sich also um eine "ausgeklügelte" Form der Korruption, weswegen wohl die Betrüger als "aufgeweckt" angesehen werden.
Mittwoch, 3. August 2011
Economat - zurück in alte Zeiten
Das Wort "Economat" definiert das rumänische Wörterbuch Dex-Online wie folgt: "Laden für Güter des täglichen Gebrauchs innerhalb eines Unternehmens oder einer Institution zur Versorgung seiner Beschäftigten mit den Mitteln für den Grundbedarf". In früheren kommunistischen Zeiten waren solche Geschäfte in Rumänien üblich. Jetzt haben einige Politiker auf Grund der Auswirkungen der derzeitigen Wirtschaftskrise die erneute Einrichtung solcher Geschäfte ins Gespräch gebracht. Staatspräsident Traian Basescu geißelt diese Vorschläge allerdings als "populismul", "Populismus".
Freitag, 24. Juni 2011
Datoriile de stat - im Moment ein heisses Thema
Im Moment wird in Europa viel von den "Staatsschulden" gesprochen, die bei den Rumänen "datoriile de stat" heissen. Nach Ansicht rumänischer Medien herrscht "cod roşu de criză", was einem "Krisenalarm 1. Stufe" entspricht, aber wörtlich mit "roter Krisen-Alarm" übersetzt werden kann. "Roşu" steht für "rot". Die cod-Kennzeichnung gilt auch bei Unwetterwarnungen, wobei der "cod roşu" (rote Stufe) eine starke Gefahr bedeutet, gefolgt von "cod galben" (gelbe Stufe). Die Schuldenkrise in Europa gefährdet die "stabilitatea financiară", "finanzielle Stabilität", Europas.
Samstag, 5. März 2011
Îngrijire personală - erschwert durch die Wirtschaftskrise
Unter "îngrijire personală" versteht man "persönliche Pflege". Am besten trifft man diesen Begriff mit der deutschen Bezeichnung "Körperpflege". Produkte für die Körperpflege sind zum Beispiel: "deodorantele" (Deodorant), "şampon" (Schampon), "pasta de dinţi" (Zahnpasta) und "săpunul de toaletă" (Seife). Die derzeitige Wirtschaftskrise und das damit verbundene Absinken der Einkommen zwingt immer mehr Rumänen bei diesen Produkten den Sparstift anzusetzen. Dagegen legt man mehr Wert auf "îngrijire a locuinţei", die "Haushaltspflege". Hier ist die Nachfrage nicht so stark zurückgegangen.
Montag, 7. Februar 2011
Colaps economic - befürchtet die rumänische Regierung
Den "colaps economic" befürchtet heute der rumänische Ministerpräsident für sein Land, wenn nicht "acordul cu instituţiile internaţionale", "der Vertrag mit internationalen Institutionen" zustande kommt. Sie ahnen es schon, mit "colaps economic" ist der "wirtschaftliche Zusammenbruch" gemeint. Aus diesem Grund verlangt er weitere harte Einschnitte in das Wirtschaftleben. Bei dem Abkommen, das der Ministerpräsident meint, geht es um den "acord" mit dem FMI, der bei uns IWF (Internationaler Währungsfonds) abgekürzt wird. "Preşedintele Traian Băsescu", "Staatspräsident Traian Băsescu", auch als "şeful statului", "Staatschef", bezeichnet, ist dagegen optimistischer, er meint Rumänien bräuchte die letzte "tranşă", "Tranche", aus dem Abkommen mit dem IWF nicht mehr.
Freitag, 4. Februar 2011
UNTRR - die Herren der Strassen
Die Abkürzung "UNTRR" steht für "Uniunea Naţională a Transportatorilor Rutieri din România" und bedeutet auf deutsch: "Nationale Union der Transportunternehmer Rumäniens". Wobei im rumänischen Begriff noch das Wort "rutieri" enthalten ist, was den Begriff "Transportunternehmer" Richtung "Strassentransportunternehmer" präzisieren würde. Für "Strassentransport" verwendet man im Rumänischen die Wörter "transporturi rutiere". Die Union wurde 1990 gegründet.
Dienstag, 18. Januar 2011
Offshorurile - etwas für Finanz-Schmarotzer
Unter "Offshorurile" versteht man "Steuerparadiese". Abgeleitet wird das Wort aus dem Englischen "Offshore". Es gibt dafür auch das Wort "paradisuri fiscale".
Donnerstag, 18. November 2010
Piaţa neagră - gibt es vieles, was man legal nicht bekommen kann
Die "piaţa neagră", der "Schwarzmarkt", hatte früher in Rumänien eine erhebliche Bedeutung. Während heutzutage man viele Produkte, die es nur auf dem Schwarzmarkt gab, in jedem Geschäft kaufen kann, gibt es neue Bereiche, auf dem man illegal etwas kaufen kann. So im Gesundheitswesen, wo eine Experte berichtet, dass jährlich 300-400 Rumänen jährlich ihre "rinichii", "Nieren", auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Hierbei handelt es sich, um den "traficului ilegal", "illegalen Handel", mit "organe umane", "menschlichen Organen", zu dessen Verbot sich Rumänien in der "Declaraţia de la Istanbul", "Erklärung von Istanbul", im Jahr 2008 verpflichtet hat.
Dienstag, 24. August 2010
Centrală hidroelecrică - umweltfreundliche Energie
Bei der "Centrală hidroelecrică" handelt es sich um ein "Wasserkraftwerk". Das wasserreiche Siebenbürgen und Nordrumänien sind geeignete Gebiete für diese Art von Kraftwerken. Dort, in der Nähe der Stadt Cluj-Napoca (Klausenburg) soll ein neues Kraftwerk "cu Acumulare prin Pompaj", "mit Pumpspeicherwerk", gebaut werden.
Mittwoch, 18. August 2010
Castel de nisip - wenig stabil
Ein "castel de nisip" ist eine "Burg aus Sand". In den rumänischen Medien gibt es heute eine Schlagzeile, die da lautet: "Imperiul lui Vîntu se năruie ca un castel de nisip". Unter "imperiul" versteht man das "Reich" und "se nărui" hat den Sinn von "zusammenstürzen" oder hier besser "zerbröseln" und somit kann man die Schlagzeile mit "Das Reich des "Vîntu zerbröselt wie eine Burg aus Sand". Ovidiu Vîntu ist ein rumänischer Geschäftsmann, der schon durch verschiedene Skandale Schlagzeilen gemacht hat. Zur Zeit ist sein Mediengeschäft, der Konzern "Realitatea-Cațavencu" in die Schieflage geraten.
Sonntag, 11. Juli 2010
Guvernanţă economică europeană - nur ein Wunschtraum?
Auch in Rumänien macht man sich Sorgen um die Zukunft der europäischen Wirtschaft. Dabei stösst auch der vor allem von Frankreich geförderte Gedanke an eine "guvernanţă economică europeană", eine "europäische Wirtschaftsregierung" auf Interesse. Man befürchtet aber auch, dass sich dann Politiker in die "politica monetară", "Geldpolitik" einmischen. Dabei wird auch von der "Moneda unică", der "Einheitswährung" gesprochen, womit der Euro gemeint ist.
Freitag, 11. Juni 2010
Economia subterană - bringt nichts für den Staatshaushalt
Bei der "economia subterană" handelt es sich um die "Schattenwirtschaft", wörtlich übersetzt "unterirdische Wirtschaft". Sie wird auch mit anderen Begriffen wie "economia neagră", "schwarze Wirtschaft" oder mehr wissenschaftlich "economia neobservată", "unbeobachtete Wirtschaft" beschrieben. Sie macht dem "Ministerului de Finanţe", "Finanzminister" grosse Sorge.
Mittwoch, 26. Mai 2010
Om bogat, om sărac - zwei Welten
Mittwoch, 19. Mai 2010
Plan anticriză - hoffentlich funktioniert er
Die rumänische Regierung hat sich angesichts der Wirtschaftskrise und hohen Staatsverschuldung zu einem "Plan anticriză" durchgerungen. Es ist der "Antikrisen-Plan" der jetzt "in einer Sitzung des Kabinetts", "în şedinţa a Cabinetului" beschlossen wurde. Er enthält "măsurile", "Massnahmen" zur Reduzierung der "cheltuielilor bugetare", "Haushaltsausgaben".
Freitag, 7. Mai 2010
Terapie de şoc - hoffentlich wirkungsvoll
Donnerstag, 7. Januar 2010
Marfă refuzată - man will sie nicht haben
Eine "marfă refuzată" ist eine "Ware, deren Annahme verweigert wird". Eine rumänische Zeitung berichtet darüber im Zusammenhang mit "fotbalişti români" = "rumänischen Fussballern", die "în străinătate" = "im Ausland" nicht mehr so gesucht sind. Wenige bekommen nur noch ein "angajament bun" = "einen guten Vertrag oder Arbeitsplatz".
Montag, 4. Januar 2010
Contrabanda cu ţigări - das wollen die Zöllner verhindern
"Contrabanda cu ţigări" ist der "Zigarettenschmuggel", wobei "ţigări" (ausgesprochen: Tzigäri) für Zigaretten steht. Die "Zöllner", die das verhindern sollen, heissen auf Rumänisch "vamesii". Der Zigarettenschmuggel nach Rumänien wird immer interessanter, weil auch da die "acciz la ţigări" = "Zigaretten- oder Tabaksteuer" steigt.
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