Samstag, 5. November 2016
Accident în lanţ - nicht selten auf Rumäniens Straßen
Ein "accident" ist ein Unfall und wenn er "in lanţ" passiert, dann ist das eine "Serienunfall" oder eine "Massenkarambolage". Gerade gestern passiert auf der "autostrada soarelor", "Autobahn der Sonne", zwischen Konstanza und Bukarest. Schuld war ein "șofer de camion", ein "Lastwagenfahrer". Bei dichtem Nebel (ceață) fuhr er mit überhöhter Geschwindigkeit (viteza excesivă). Die Folge: 3 Tote und 57 zum Teil Schwerverletzte.
Samstag, 20. August 2016
Taxă pe ruină - Nichtstun soll bestraft werden
Die rumänische hat 2015 eine "taxă pe ruină" eingeführt. Wörtlich handelt es sich um einen "Steuer auf Ruinen". Mit dieser Steuer werden Gebäudeeigentümer, die nicht für den Erhalt ihrer Objekte tun, mit einem um das 5-fache höheren Steuersatz bestraft.
Dienstag, 19. Januar 2016
Meditaţii - wichtig für den Erfolg in der Schule
"Meditaţii" sind Nachilfestunden. Sie dienen "für die Vertiefung des Schulstoffes", "pentru aprofundarea materiei de la şcoală". "Pentru" bedeutet "für" und "aprofundarea" "Vertiefung". "Materia de la şcoală" ist der Schulstoff. In Rumänien gibt es ein reichhaltiges Angebot an Nachhilfestunden. Viele Eltern und Schulen unterstellen den Nachhilfe gebenden Lehrern, dass das nicht ganz uneigennützig passiert. Lehrer geben schlechte Noten, damit die Schüler danach in die extra bezahlten Nachhilfestunden kommen. Insbesondere, wenn derselbe Lehrer auch Klassenlehrer ist.
Mittwoch, 30. Dezember 2015
CNADNR - soll dafür sorgen, dass in Rumänien der Verkehr rollt
CNADNR ist die Abkürzung für "Compania Nationala de Autostrazi si Drumuri Nationale din Romania". Übersetzt nennt sich diese Behörde "Gesellschaft für Autobahnen und Nationalstraßen". "Autostrada", in der Mehrzahl "autostrazi" ist die Autobahn bzw. Autobahnen. "Drum" (Mehrzahl: drumuri) steht für Straße, ein schönes Wort wie ich finde. "Drum bun" heißt demzufolge auch "Gute Fahrt" und das steht oft an Ausfahtsschildern rumäninscher Ortschaften.
Hauptaufgaben der CNADNR ist die Entwicklung eines Autobahnnetzes, den Aufbau eines Netzes an "Express-Straßen" (drumuri expres) und die Entwicklung von Ortsumfahrten (variante ocolitoare) und Umgehungsstraßen (centuri) für größere Städte.
Hauptaufgaben der CNADNR ist die Entwicklung eines Autobahnnetzes, den Aufbau eines Netzes an "Express-Straßen" (drumuri expres) und die Entwicklung von Ortsumfahrten (variante ocolitoare) und Umgehungsstraßen (centuri) für größere Städte.
Sonntag, 15. November 2015
Cult musulman - gehört zu Rumänien
"Cult musulman" ist die "islamische Religion". In Rumänien gibt es seit alters her in der Dobrudscha eine türkische Minderheit islamischen Glaubens. Es gibt einen "Şeful Cultului Musulman din România" auf deutsch "Leiter der islamischen Religion von Rumänien. Er wird "mufti" genannt. Es gibt ein gesetzliche festgelegtes "Statutul Cultului Musulman", "Statut der islamischen Religion".
Muftiatul Cultului Musulman din Romania
Muftiatul Cultului Musulman din Romania
Dienstag, 22. September 2015
Criza imigranților - beschäftigt auch Rumänien
In diesen Tagen ist sie in aller Munde, die "Flüchtlingskrise", die auf Rumänisch "Criza imigranților" genannt wird, wobei der der Begriff "imigranții" eher auf "Einwanderer" zutrifft. "Flüchtlinge" nennt man auch "refugiați", was dem Begriff "Flüchtling" näher steht. Nach Meinung der EU soll Rumänien auch an dem "sistem de cote obligatorii", dem "verbindlichen Quotensystem" zur Verteilung der Flüchtlinge teilnehmen.
Samstag, 4. April 2015
Iepuraş, cocoşel, puişor - die Sprache der Verliebten
Auf der Webseite von Realitatea TV befasst man sich heute mit den Kosenamen, die rumänische Paare unter sich austauschen und Realitatea TV kommt dabei zur Erkenntnis, dass auch bei rumänischen Paaren eine Neigung zur Verkleinerungsform und Abkürzung von Begriffen bei den Kosenamen beliebt ist. Sehr beliebte Kosenamen sind "Iepuraş, cocoşel, puişor". "Iepuraş" ist das "Häschen" (ausgesprochen: Jepurasch), "cocoşel" ist das "Hähnchen" (ausgesprochen: Kokoschel) und "puişor" das "Hühnchen" (ausgesprochen: Puischor).
Montag, 23. Februar 2015
Timbrul cultural - damit die Schriftsteller nicht verhungern
"Timbrul cultural" bedeutet wörtlich übersetzt "Kultur-Briefmarke". Gemeint ist damit eine "Kultur-Abgabe", die zur Zeit im rumänischen Parlament mit einem Gesetzesvorhaben diskutiert wird. Danach soll jedes Buch mit einer Zusatzgebühr von einem Leu belegt werden, der dann den Autoren zugute kommen soll. Das Projekt ist heftig umstrtitten, viele meinen, eine solche Zwangsabgabe wäre mit einer Marktwirtschaft nicht vereinbar.
Montag, 24. November 2014
DIICOT - kämpfen gegen alles was schlecht ist
DIICOT ist die Abkürzung für "Direcția de Investigare a Infracțiunilor de Criminalitate Organizată și Terorism". Übersetzt lautet der Name dieser Behörde: "Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und Terrorismus". Nach eigenen Angaben auf der Homepage untersteht DIICOT dem Justizministerium. Die Behörde, die 2004 zur Bekämpfung schwerwiegender Verbrechen aufgebaut wurde, ist jetzt in die Schlagzeilen geraten, weil die bisherige Leiterin Alina Bica vor kurzem wegen Verdachts auf Korruption verhaftet und jetzt nach Rücktritt von ihrem Amt suspendiert wurde.
Montag, 17. November 2014
Warum der neue rumänische Präsident sich einmal Johannis und einmal Iohannis schreibt
Klaus Johannis, Siebenbürger Sachse ist neuer rumänischer Präsident. Ein großartiger Erfolg für ihn, aber manche werden vor einem kleinen Rätsel stehen. Wie schreibt er sich denn nun, der neue Präsident? Die rumänische Presse schreibt durchweg nur "Iohannis", diese Schreibweise wird auch von internationalen Medien und teilweise auch deutschen übernommen. Aber tatsächlich schreibt er sich "Johannis" und die "Allgemeine Zeitung für Rumänien", die Tageszeitung für die deutsche Minderheit in Rumänien, hält sich an diese Schreibweise. Der Grund dürfte ganz einfach sein: "Johannis" sprechen die Rumänen "Schohannis" aus und bei "Iohannis" verwenden sie die korrekte Aussprache. Vermutlich hatte es Johannis schon in frühen Jahren über gehabt, als Schohannis bezeichnet zu werden und hat gegenüber Rumänen das "Iohannis" verwendet.
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